Halina Maier – im Gespräch.

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Frankfurt am Main, Dezember 2013

Wir sprechen heute mit Halina Maier, bekannte Vortragsrednerin und Verkaufsexpertin. Was mich besonders bewegt, ist die Frage: Eine Frau verkauft,  eine Frau ist Vertriebsexpertin. In diesem riesigen Feld der Verkäufer und Verkaufsexperten – was macht Sie so besonders?

Meine Persönlichkeit macht mich so besonders: meine Erfahrungen, meine Leidenschaft für mein Tun, auch die Tatsache, dass ich als Frau eine Vertriebsexpertin bin. Es ist meine Begeisterung für die Tätigkeit „Verkaufen“, die ich seit vielen Jahren lebe und liebe. Verkäufer ist einer der aufregendsten und spannendsten Berufe der Welt. Vergessen Sie Astronauten, Rennfahrer und alles andere, werden Sie Verkäufer, wenn Sie richtig Action erleben wollen (lacht). Ein Verkäufer weiß selten ganz genau, was der Tag bringen wird, es bleibt immer spannend: unterschiedlichste Kunden, Gespräche, Interaktionen. Dass ich so fürs Verkaufen und den Erfolg brenne, macht mich besonders.

Leidenschaft  ist ein wichtiger Punkt.  Sie agieren in Ihrem Beruf mit viel Passion.  Doch gibt es daneben auch eine Vision?  Bringt  einen so etwas beim Verkaufen weiter?  Wenn ja, welche  Vision haben Sie?

Kurz gesagt: Ja, ja, ja. Natürlich habe ich neben der Leidenschaft für das Verkaufen auch eine Vorstellung davon, wie sich alles entwickeln soll. Visionen helfen beim Verkaufen, es braucht ganz viele, um richtig gut zu sein. Meine Vision lautet: Der ideale Verkäufer ist ein Freund seines Kunden. Er ist Botschafter seines Berufes und nicht zuletzt Diener seines Unternehmens, der immer an den Erfolg seiner Firma denkt und richtig hungrig danach ist, der Beste zu sein. Ein Spitzenverkäufer denkt: Ich bringe mein Unternehmen auf die Pole-Position und damit stehe ich auch auf der Pole-Position. Ein Freund seines Kunden zu sein bedeutet, dass man als Spitzenverkäufer auch immer an das Wohl dieses Kunden denkt. Ein Verkäufer verkauft nie etwas, was für seinen Kunden wenig Sinn macht. Ein Spitzenverkäufer weiß, was der Kunde braucht, noch bevor es der Kunde weiß. Ein Botschafter seines Berufes bedeutet in meiner Vision des Verkaufens, dass jeder Verkäufer rausgeht und stolz sagt: „Ich bin ein Verkäufer.“ Ganz ehrlich, Verkaufen ist in unserer Kultur nicht unbedingt positiv belegt. Ich frage oft die Zuhörer bei meinen Vorträgen nach dem Warum. Keiner weiß es. Daran sollten wir etwas ändern.

Sie haben eine Vision und agieren mit jeder Menge Leidenschaft. Sie halten Vorträge, bieten Workshops  an, und auf Ihrer Homepage bieten Sie mit Ihrem Blog auch noch richtig  guten Lesestoff.  Was steckt hinter Ihrem Konzept?

Meine Vision vom Verkaufen. Und natürlich auch das Vermitteln eben jener Fertigkeiten, die jeder Verkäufer für seinen Erfolg braucht. Und fast missionarisches Predigen (lacht) vom Feuerwerk des Verkaufens. Ich arbeite fürVerkaufsorganisationen, die auf ihrem Weg zur Marktführerschaft diese Impulse, die Leidenschaft fürs Verkaufen und auch Hunger auf den Erfolg, mitnehmen wollen und auch müssen. Diese Unternehmen sagen: Wir wollen Erfolg, wir wollen Geld verdienen, wir wollen zufriedene und loyale Kunden, wir wollen nicht gut sein, sondern die Besten. Das ist das Thema beim Vortrag „Nase vorn beim Verkaufen“.

So viel zum Verkaufen für Unternehmen.  Wie ist es mit Privatpersonen? Müssen Privatpersonen verkaufen können?

Ja. Jeder muss unbedingt verkaufen können. Falls Sie es noch nicht wissen – und mit „Sie“ meine ich jetzt die Leser –, verrate ich Ihnen nun ein Geheimnis: Sie tun es schon! Eine klassische Verkaufssituation ist ein Bewerbungsgespräch. Es spiegelt sich sogar in unserer Sprache. Wir sagen: „Der kann sich gut verkaufen“ oder „Verkaufe dich bloß nicht unter deinem Wert“. Machen Sie sich das Handwerk des Verkaufens zunutze, um Ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Das gilt für Verhandlungen und Meetings ebenso wie für offensichtliche Verkaufssituationen. Sie sind nur dann der Beste, wenn Sie Ihre Leistungen auch strategisch gut verkaufen. Und auch hier gilt: Sie müssen es wollen. Sie müssen es wollen, der Beste zu sein, Marktführer auf dem eigenen Gebiet. Sagen Sie zu sich: „Ich will an die Spitze“. Nicht umsonst ist das auch Thema meines Vortrages „Erfolgreich an die Spitze“.

Sie sind eine erfolgreiche Vortragsrednerin. Jetzt ganz plakativ  gefragt,  warum sollten Unternehmen Sie als Key-Note- Speaker buchen?
(Lacht.) Einige Unternehmen haben es schon getan. Warum Halina Maier? Wenn ein Unternehmen nicht nur besser sein will als die anderen, sondern das beste. Wenn man klar sagt: „Wir wollen uns nicht an anderen messen. Wir wollen, dass die anderen sich an uns messen. Wir wollen Vorreiter sein.“ Dann ist der erste Schritt auf dem Weg zum Erfolg getan. Und eben auf diesem Weg gilt es, neue Impulse mitzunehmen, egal ob zu Beginn oder mittendrin. Die Leidenschaft fürs Verkaufen, das Feuer in jedem von uns, immer wieder neu zu schüren. Jeden Mitarbeiter einzeln und die Verkaufsorganisation im Ganzen auf Erfolg zu kalibrieren.       Das alles hat und kann Halina Maier.

Zum Schluss noch ein Statement von Ihnen: Die drei wichtigsten Punkte  für Verkäufer – gibt es sie und wenn ja, welche  sind es?

Ja, die gibt es. Fangen wir bei Punkt drei an: Machen, machen, machen! Rausgehen und verkaufen, so kommen Sie schon ein Stück weiter. Punkt zwei ist: sich die handwerklichen Fertigkeiten eines Verkäufers aneignen. Das wäre der Gesellenbrief auf dem Weg zum Erfolg. Punkt eins ist: Die eigene Denke so zu gestalten, dass die Lust am Verkaufen und der Hunger nach dem Erfolg immer präsent sind. Nicht irgendwie das Ziel zu erreichen, sondern als Bester an der Spitze zu stehen. Ich bin vor Kurzem bei einem Seminar mit der Aussage konfrontiert worden: „Lieber in der Hölle herrschen, als im Himmel dienen“. Ich allerdings antwortete: „Das Ziel eines Spitzenverkäufers ist es, im Himmel zu herrschen“.

Frau Maier, ich danke Ihnen für das Gespräch!

 

 

 

 

 

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